Die Ursprünge der Kaffeenutzung im Nahen Osten liegen so weit zurück, dass sich um sie nur noch verschiedene Legenden ranken. Die meisten sind mit der anregenden Wirkung des Getränkes verknüpft.
Einer Legende nach wird der Kaffee dadurch entdeckt, dass ein
Maronitenmönch namens Naironus Banesius eine Viehherde beobachtet, die
sich sonderbar benahm. Wie die Hirten im Lande Kaffa in Abessinien sich
beklagten, waren die Tiere ungewöhnlich lebhaft und fanden bis spät in
die Nacht keine Ruhe und zeigten keine Anzeichen von Müdigkeit.
Der Mönch ging diesem Rätsel nach und fand auf der Weide der Tiere eine
dunkelgrüne Pflanze mit kirschähnlichen Früchten in grün, gelb und rot.
Mit wissenschaftlicher Neugier bereitete sich der Mönch einen Sud aus
dieser sonderbaren Pflanze und stellte fest, dass seine Müdigkeit
schwand und er problemlos nachts wach bleiben konnte, um seinem Gebet
nachzugehen.
Der Kaffeebaum existiert natürlich schon sehr viel länger. Die in der Legende angesprochene Region Kaffa,
die dem Getränk später ihren Namen geben sollte, im abessinischen
Hochland in Äthiopien ist vermutlich tatsächlich die Urheimat dieser
Pflanze.

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